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Dienstag, 1. April 2025

Scooterclub Bonn nimmt am Versuch "Sicher mobil Ü60" teil.



Der Scooter Club Bonn, einer der traditionsreichsten und aktivsten Zweiradclubs in der Region, wurde vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) als offizieller Modellstandort für das neue Pilotprojekt „Sicher mobil Ü60“ benannt. 

Ziel des Projekts ist es, die Verkehrssicherheit von Zweiradfahrenden ab 60 Jahren – insbesondere in organisierten Freizeit- und Tourengruppen – gezielt zu fördern. Der Scooter Club Bonn überzeugte durch seine langjährige Tourenerfahrung, seine disziplinierte Fahrweise und die gute Altersmischung. 
Das Projekt startet offiziell am 1. April 2025 und bringt eine Reihe neuer Maßnahmen mit sich, die in Zusammenarbeit mit dem Club umgesetzt werden. Präsident Olaf Strauss: "Ich gehe davon aus, dass sich alle an dieser sinnvollen Aktion beteiligen." Die Aktionspakete mit Warnweste, Telematik-Sensor und weiteren Teilnahmeunterlagen sind ab jetzt direkt bei Olaf erhältlich.

Hier die Elemente des Versuchs im einzelnen:

Technische Nachrüstung mit Telematiksystemen
Telematik klein und kompakt
Alle Fahrzeuge, also auch Motorräder, sollen kostenfrei mit einem Telematiksystem nachgerüstet werden, wie man es aus dem Automobilbereich kennt. Mit diesem Gerät werden Geschwindigkeitsübertretungen, starkes Beschleunigen oder Bremsen und unsichere Kurvenfahrten digital aufgezeichnet und ausgewertet. 

Das Ministerium weist aber ausdrücklich darauf hin, dass diese Daten nur zu statistischen Zwecken erhoben werden. Es seien bei Geschwindigkeitsübertretungen keine Sanktionen zu befürchten. Das Telematiksystem wird mit einer Handy-App gekoppelt und ist am Lenker mit einer Knopfbatterie ausgerüstet, die mindestens ein Jahr Betrieb gewährleisten soll.


Neue Sichtbarkeitsregel bei Gruppenausfahrten
Bei Ausfahrten an Sonn- und Feiertagen soll jede Dreiergruppe mindestens eine signalgelbe Warnweste mit der Aufschrift „Sicher mobil Ü 60“ tragen. Die Westen werden vom Club zentral beschafft und sind auf Wunsch mit dem Clublogo bedruckt.

Reaktionstest vor gemeinsamen Touren
Vor Teilnahme an ein oder mehrtägigen Clubtouren (z. B. der traditionellen Jahrestour) absolvieren alle Fahrerinnen und Fahrer – ob Scooter oder Motorrad – einen kurzen, standardisierten Reaktionstest. Dieser dient der Selbsteinschätzung und wird auf Wunsch dezent im Rahmen des Stammtischs durchgeführt.  
Dazu kommt ein eigens entwickeltes Trainingsspiel mit dem Titel „Gas oder Bremse?“, das sowohl Reaktionsgeschwindigkeit als auch Entscheidungsverhalten humorvoll überprüft.
Ministerialrat Dr. Bernd Schleunig bei der
Vorstellung des Projektes Ende 2024

Hitzeprohylaxe
An heißen Tagen wird künftig nach jeweils 45 Minuten Fahrt eine sogenannte „Cool-Down-Pause“ eingelegt. Diese besteht aus: einer Tasse lauwarmem Kräutertee (wahlweise Pfefferminz oder Hagebutte), einem kurzen Atemtraining („Einrollen, Ausrollen“) sowie sanften Lockerungsübungen im Helm.

Ziel und Ausblick
Das Projekt läuft zunächst über ein Jahr. Der Scooter Club Bonn wird dabei regelmäßig Rückmeldung zur Praxistauglichkeit der Maßnahmen geben. Sollten sich die Neuerungen bewähren, ist eine bundesweite Ausweitung des Konzepts geplant.

Mittwoch, 6. Juli 2022

Erster Fahreindruck mit Yamaha Tricity 300


Können 29 PS der Yamaha Tricity mit den 40 PS meiner Gilera Fuoco mithalten? Wie ist der Einstieg über den doch recht mächtigen Tunnel? Ist der Fahrkomfort in der Tat besser als bei den Piaggio Dreirädern? Diese Fragen stand im Vordergrund meiner heutigen Probefahrt mit der Tricity 300 bei Horns Motorradwelt in Euskirchen.


Also aufsteigen und losfahren. Der recht hohe und breite Tunnel macht den Einstieg oder Aufstieg nicht unbedingt leichter als bei meiner Fuoco. Optisch ist die Tricity  ein recht mächtiges Gerät, aber das Äußere gefällt. Die Sitzposition war für mich ungewohnt. Während man auf der Fuoco eher wie auf einem Küchenstuhl sitzt, flätzt man sich bei der Tricity eher wie auf einem Loungemöbel. Der Sitz ist mehr als großzügig, aber war für den ersten Eindruck recht hart. Auch die Sitzposition ist deutlich zurückgelehnter als bei der Fuoco. Das war für mich sehr gewöhnungsbedürftig. Ich habe den Eindruck, dass dieser Sitz eher für Asiaten gemacht ist. Mit meinen 183 cm Größe fand ich nie so recht eine entspannte Sitzposition. Gefühlt waren die Knie immer etwas zu hoch.

Beim Fahren aus der Einfahrt kam das erste Aha-Moment: Die Tricity verhält sich eher wie ein Zweiradroller. Etwas zu stark die Voderräder eingeschlagen und schon hat man im Stand und beim Losfahren ein Kippmoment über die Räder vorne wie beim Zweirad. Doch dann kommt die wirkliche Überraschung. Sie fährt sich ausserordentlich überzeugend.


Das Fahrwerk besonders vorne ist deutlich besser und auch komfortabler als bei meinem Dreirad. Nicht zu weich, etwas sportlich und das Gefühl ist wie bei einem Zweirad. Auch der 300 Kubikzentimer Motor mit 29 PS ist verblüffend ruhig, agil, und das Gefühl untermotorisiert zu sein kommt gar nicht erst auf. Die Arretierung für den Stand ist gewöhnungsbedürftig, da sie eine gewisse Schwankbreite hat - daran kann man sich gewöhnen. Auch das gesetzestechnisch notwendig Bremspedal im Fussraum ist so geschickt plaziert, dass es eigentlich nicht stört.

Fazit: Meine Fuoco wird auch mit jetzt mehr als 100.000 Kilometern auf dem Buckel weitergefahren. Aber die Yamaha ist durchaus eine Alternative mit dicken Pluspunkten beim Fahrwerk und beim laufruhigen Motor.

Rainer Eikel

Sonntag, 21. März 2021

Stadt, Land, Autobahn: 100.000 Kilometer mit der Gilera Fuoco 500

läuft und läuft und läuft...Bild: Harald Weller

Nach einer Probetour mit der Piaggio MP3 500 war mir klar, ein Dreiradroller ist das Richtige für mich. Die MP3 war mir optisch zu brav, die Gilera Fuoco 500 sollte es sein, und ich fand Ende 2012 ein interessantes Angebot: Das gute Stück Baujahr Ende 2007 mit gerade 3100 Kilometern auf dem Tacho stand wohlbehalten in einer Halle in Ostholstein. Der Besitzer hatte keine Zeit für sein Hobby und bot den Roller für 4500 Euro im Internet an.

Für diese Fuoco war ein Motorradführerschein notwendig, dies schränkte den Kreis der Interessenten stark ein und schaffte Verhandlungsspielraum. Ich machte mich von Berlin per Bahn an die Ostsee auf und erstand das gut gepflegte Stück für knapp unter 4000 Euro. Eine gute Wahl, wie sich nach nunmehr acht Jahren und mehr als 80.000 Kilometern herausstellte, hier meine Erfahrungen:


Samstag, 21. November 2020

Kymco-Dreirad kommt im November

Bild: Kymco
Das Kymco Dreirad auf Basis der erfolgreichen AK550 wird Ende diesen Jahres endlich kommen, so wird es zumindest in einigen Presseveröffentlichungen verbreitet. Ein erster Teaser zur neuen Maschine, die dann im Jahr 2021 angeboten wird ist bereits veröffentlicht. Was ist bisher von dieser Maschine bekannt?

Fussbremse bei der CV3
Die Kymco wird der erste Dreiradroller mit einem leistungsstarken 54 PS- Zweizylinder-Motor sein. Die Konstruktion ist nicht rollertypisch mit einer Triebsatzschwinge sondern erinnert eher an ein Motorradfahrwerk, die Kraftübertragung an des Hinterrad erfolgt durch einen Zahnriemen. Auch die Konstruktion der Vorderräder verspricht zumindest einen größeren Fahrkomfort als beim Platzhirsch Piaggio MP3.

Die Kymco wird wie die MP3 mit dem Autoführerschein zu fahren sein, dafür spricht die zusätzliche Fussbremse. Sie ist zudem recht geschickt eingebaut damit sie ausreichend Platz für die Füße lässt.

Ob die CV3 neben dem obligatorischen ABS auch eine Antischlupfregelung (ASR)  haben wird ist noch offen, die Schwester AK 550 lässt dieses zur Zeit leider noch vermissen und bietet stattdessen einen Rain-Modus an, der die PS der Maschine um etwa 10 Prozent reduziert.


Das Zubehör wird sicherlich die Herzen von Tourenfahrern höher schlagen lassen. Viele Dinge wie Heizgriffe und ein Multifunktionsdisplay mit einer einfachen Navigation sind bereits inkludiert. Eine Lendenwirbelstütze für den Fahrer ist auch dabei. Ein Topcase kann über den nicht genutzten Soziussitz angebracht werden, oder auch weiter hinten. Ebenfalls sind Seitenkoffer zu erwarten, wie es Bilder der AK 550 zeigen.

Man darf gespannt sein auf das neue Dreirad von Kymco. Realistisch wird man es sicher erst im nächsten Jahr auf Touren sehen können. Aber auch Yamaha schläft nicht und vielleicht gibt es neben dem neuen 300er Dreirad auch bald ein Tmax-Dreirad.



Rainer Eikel

Mittwoch, 10. Juni 2020

Erster Fahreindruck Vespa 300 GTS: Wie ein Urlaub in Italien.

una bella macchina
Da steht sie nun im dezenten Grau gehalten - die Vespa 300 GTS. Mein Leihfahrzeug von Vespa Kübler in Bonn, da meine Fuoco die 80.000er Inspektion hat. Etwas ungewohnt lasse ich das handliche Fahrzeug vom Hauptständer, mir fehlt tatsächlich zuerst das dritte Rad. Dann geht es los: Wieselflink ist das hübsche Teil. Im Anzug bei niedrigen Geschwindigkeiten anscheinend flotter als meine Fuoco. Die Geräuschkulisse ist nicht aufdringlich, lediglich der Wind pfeift einem um die Ohren, da diese Ausführung keinen Windschutz vorne hat.

Ein herrliches Fahrvergnügen in der Stadt. Es macht Spass damit um Kurven zu zirkeln. Mehr und mehr verstehe ich warum so viele Menschen auf die Vespa schwören. Mittlerweile hat der Kulturoller knapp 24 PS, der Motor läuft ruhig und unaufgeregt. Die Bremsen mit ABS sind recht knackig ausgelegt - sehr angenehm. Die straffe, aber komfortabele Federung hat am Spassfaktor auch einen grossen Anteil. Von Kilometer zu Kilometer machte mir die Maschine mehr Vergnügen.

Bevor es jedoch zu einer Liebeserklärung wird, ein paar Dinge die mich bei dem kurzen ersten Eindruck gestört haben. Der Stauraum unter der Sitzbank - verdammt wie bekomme ich das Teil auf - ist bescheiden. Mein Integralhelm fand keinen Platz. Aber die schicken Jethelme von Vespa passen rein und gehören eigentlich zu so einem Fahrzeug. Zum Einkauf braucht man ein Topcase. Aber Piaggio bietet ja alle möglichen Ausstattungsvarianten an.


Was Vespa sich bei dem zwar recht gelungen Digitaldisplay statt der klassischen Rundinstrumente gedacht hat, erschließt sich mir nicht. Das Display ist zwar aufgeräumt und weitgehend blendfrei, aber passt irgendwie nicht zu diesem Klassiker. Mit einer App kann man zwar diverse Einstellungen vornehmen und hat eine kleine Navigation, aber für Touren eignet sich das nicht, da ein Routenimport nicht möglich ist.


Aber was soll es - mäkeln kann man immer etwas, aber die Vespa ist Kult und macht jede Menge Spass. Wenn es jetzt noch hochsommerliche Temperaturen gäbe - wäre es wie ein Traumurlaub in Italien, und der sollte einem doch mehr als 6000 Euro wert sein. Wenn man zu zweit die Fahrt geniessen will, sind es ja nur noch 3000 pro Person, und man hat das italienische "dolce far niente" immer in der Garage stehen. Jetzt ist der kurze Artikel doch "una dichiarazione d'amore alla Vespa" geworden. Aber eigentlich mit Recht.

Rainer Eikel
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Mittwoch, 27. Mai 2020

Tricity 300 kommt im Juli - 1000 Euro teurer als MP3 300


Yamaha Tricity 300, Bild: Yamaha
Ab Juli 2020 wird der neue Yamaha Dreiradroller Tricity 300 zu einem Preis von 8399 Euro in Deutschland erhältlich sein. Der Tricity 300 kann auch mit einem Führerschein der Klasse B gefahren werden. Seine Neigetechnik Leaning Multi Wheel (LMW) soll für ein  sportliches, agiles und sicheres Handling sorgen. Die Yamaha befindet sich damit in direkter Konkurrenz zur MP3 300, die zu einem Preis von 7020 Euro erhältlich ist.

Die Tricity verfügt auch über große Scheibenbremsen mit Kombibremssystem und ABS für mehr Kontrolle auf unterschiedlichsten Fahrbahnoberflächen. Unter der Sitzbank befindet sich ein großzügig bemessener Stauraum.  Zur weiteren serienmäßigen Ausstattung gehören die Bedienung über einen Smart Key, eine Traktionskontrolle, gut ablesbare LCD-Instrumente sowie eine Feststellbremse.

Ein wichtiges Merkmal des neuen Tricity 300 ist das Standing Assist-System, das zusätzlichen Komfort bietet. Es hält den Roller beim Anhalten aufrecht. Sobald man wieder Gas gibt, wird das Standing Assist-System automatisch deaktiviert, sodass der Fahrer sanft und mühelos weiterfahren kann. Das Standing Assist-System hilft auch dabei, den Tricity 300 vorübergehend aufrecht zu halten und erleichtert so auch das Aufbocken des Fahrzeugs auf den Hauptständer.

Vergleich Tricity und MP3

Tricity und MP3 300 unterscheiden sich bis auf den deutlich günstigeren Preis der MP3 kaum in ihren Eckdaten. Auf einen Blick:

Preis: 8399€ (Tricity) - 7020 € (MP3 300)
PS: 28 (Tricity) - 26,2 (MP3 300)
Gewicht (Vollgetankt): 239 kg (Tricity) - 236 kg (MP3 300)
Sitzhöhe: 795 mm (Tricity) - 780 mm (MP3 300)

Wie die Qualität der Fahrwerke und das Handling im Vergleich ist, muss eine Probefahrt zeigen. Hier ein erstes deutschsprachiges Testvideo:



Für den Tricity werden mehrere Zubehörpakete angeboten. Mehr dazu auf der Website von Yamaha:

https://www.yamaha-motor.eu/de/de/products/roller/urban-mobility/tricity-300-2020/techspecs/

Wir berichteten bereits darüber: https://scooterclub-bonn.blogspot.com/2018/11/yamaha-setzt-aufs-dreirad-neuer-3ct.html

Sonntag, 27. Oktober 2019

Yamaha baut mit Tricity 300 Dreiradsparte aus


Die Tricity 300 will Piaggio das Fürchten lehren. Bild: Yamaha

Yamaha will einer der führenden Hersteller in der 3-Rad-Motorrad-Technologie werden. Mit dem Tricity 300 will das Unternehmen jetzt die städtische Mobilität bereichern. Es handelt sich dabei um ein dreispuriges Premium-Modell, das mit dem Autoführerschein gefahren werden kann und auch durch seinen neuen Look begeistern soll.

Basierend auf den Erkenntnissen aus der Entwicklung und Produktion der Modelle Tricity 125 und NIKEN schufen die Yamaha Designer einen stylischen, modernen und dynamischen 3-Rad-Scooter für das obere Marktsegment. Das Fahrzeug basiert auf dem 3CT-Prototypen, der bei der ersten Präsentation im Jahr 2018 auf großes Interesse stieß. Der Tricity 300 will im Jahr 2020 mit richtungsweisender Technik, einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis und der bekannten Yamaha Qualität beeindrucken.

Dieser neue 3-Rad-Scooter für die städtische Mobilität ist mit einem 'BLUE CORE'-Motor sowie der modellspezifischen Leaning Multi Wheel-Neigetechnik ausgestattet. Die sich in Schräglage neigenden Vorderräder des Tricity 300 vermitteln dem Fahrer ein natürliches und dynamisches Fahrgefühl in Kurven. Durch die gute Haftung der beiden Vorderräder ergibt sich eine hohe Stabilität und eine gute Kontrolle, besonders auch auf nassen oder rutschigen Oberflächen. Das Fahrwerk, angelehnt an die Tricity 125 und die Niken wird sicherlich mit seiner überragenden Straßenlage auch bei schlechterer Fahrbahn punkten. Dieses Modell soll auch arretierbar sein, so dass der Seitenständer überflüssig wird.

Mit seinem schlanken Design ist der Tricity 300 das Topmodell im Yamaha Urban Mobility Segment. Die Zielgruppe des Tricity 300 ist klar definiert: Es sind die Berufspendler, die eine innovative, praktische und bedienungsfreundliche Alternative zum Auto suchen. Gerade im innerstädtischen Bereich kann er seine Vorteile klar ausspielen.

Der Tricity 300 wird in den Farben Tech Kamo, Nimbus Grey und Matt Grey lieferbar sein.

Weitere Details über den neuen Tricity 300 werden auf der EICMA in Mailand am 04. November bekannt gegeben. Man darf gespannt sein, ob auch eine Trimax 500, aufbauend auf der T-Max folgen wird.

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Kymco Xciting S 400i bringt mehr Komfort

Kymco hat den Xciting 400 umfassend überarbeitet. Die Neuauflage heißt Xciting S 400i, wobei das S für Sport Touring stehen soll. So wurde der leistungsstärkste Motor im Segment nochmals optimiert und das Fahrwerk für mehr Komfort und agileres Handling verbessert. Zudem ist der neue Xciting 400 der erste mit ECE-zugelassenem LED-Tagfahrlicht und verfügt serienmäßig über ein Navigationssystem.


Der Kymco Xciting S 400i liefert 36 PS (26,5 kW) und 18 Newtonmeter Drehmoment. Damit erreicht der fahrfertig 213 Kilogramm wiegende 400er eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h. Die Motoraufhängung wurde neu entworfen, um den Motor noch fester in den Rahmen zu integrieren und zugleich eine optimale Gewichtsverteilung zu erzielen. Außerdem wurde die Telegabel am Vorderrad mit einer zweiten Gabelbrücke verstärkt.Zwecks besserer Standsicherheit wurde der vordere Teil der Sitzbank niedriger gestaltet sowie hinten die Rückenlehne und die Soziusfußrasten zugunsten des Komforts vergrößert. Die zweigeteilte Öffnung der Sitzbank ist bisher einzigartig und erleichtert deutlich den Zugang zum Staufach – der Beifahrersitz kann separat über einen Lenkerschalter geöffnet werden. Das Windschild kann einhändig und ohne Werkzeug fünfstufig in der Höhe angepasst werden.

Der Lenker wurde komplett neu in V-Form gestaltet, damit man das Cockpit besser ablesen und eine ergonomisch günstigere Sitzposition einnehmen kann.Der S 400i ist mit dem Connectivity-System Noodoe ausgestattet. Es vernetzt den Midsize-Scooter via TFT-Display mit dem Smartphone und informiert zum Beispiel über die nächstgelegene Tankstelle, die Wettervorhersage, Handyanrufe oder die neuesten Social-Media-Updates und Nachrichten von Freunden. Auch der letzte  Parkplatz des Rollers wird gespeichert. Zur Ausstattung gehört auch die brandneue Noodoe-Navigation, die statt der verbleibenden Meter die Anzahl der Kreuzungen oder Querstraßen bis zum Abbiegen anzeigt. Detailliertere Informationen zeigt das System automatisch, wenn man diese auch in Ruhe lesen kann, zum Beispiel an einer roten Ampel. Außerdem kann man bereits vor der Fahrt mehrere Ziele im Smartphone eingeben, die dann beim Rollerstart automatisch übertragen werden.Der Kymco Xciting S 400i ABS kostet 6599 Euro und ist in Schwarz und Silber erhältlich. (ampnet/jri)

Dienstag, 6. November 2018

Yamaha setzt aufs Dreirad: Neuer 3CT Roller mit 300 Kubik und Niken-Tourer

Yamaha Dreirad mit 300 Kubikzentimeter
Yamaha präsentiert auf der EICMA 2018 in Mailand einen neuen Dreiradroller mit dem Motor der X-Max 300. Der neue Motor mit 28 PS und eine neuartige Arretierung zeichnen das Fahrzeug aus. Jetzt auf der EICMA 19 erscheint das Serienfahrzeug Tricity 300. Anscheinend baut Yamaha massiv sein Dreiradsegment mit dem 115 PS Motorrad Niken, der neuen Niken GT und seinen Dreiradrollern mit 125, 155 und jetzt 300 Kubikzentimeter-Motoren aus.

Aktuelles mit Preis unter: https://scooterclub-bonn.blogspot.com/2020/05/yamaha-nennt-preis-fur-neuen-tricity.html

Fahrwerk ähnelt der Niken
Im Jahr 2015 beschloss Yamaha, das traditionelle Roller-Programm des Urban Mobility Segments zu erweitern und brachte den innovativen Tricity 125 auf den Markt. Diesem folgte im Jahr 2017 die 155er Version (in Deutschland nicht lieferbar). Diese neue Art von Fahrzeug wird mittlerweile tagtäglich von über 22.000 Kunden in städtischen Ballungsgebieten wie Paris, Mailand oder Rom genutzt. Ob der Roller mit Autoführerschein zu fahren ist, ist noch nicht bekannt. Die vorhandene Fußbremse lässt aber darauf schließen.

Fußbremse, Konzession an Autoführerschein
Für den Fahrkomfort beim Stop-and-Go-Verkehr, ist der neue 3CT mit einem Kippsperrassistenten ausgestattet. Es unterstützt den Fahrer beim Anhalten, wenn der Roller gerade steht. Dieser neue Kippverriegelungsassistent hat eine innovative Technik, die die Vorderradfederung selbst nicht verriegelt. Dadurch bleibt das Fahrzeug im Stop-and-Go-Betrieb ruhig und auch auf Parkplätzen kann es einfach bewegt werden.

Die treibende Kraft, die den 3CT-Prototypen sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn so leistungsstark macht, ist der 28 PS starke 300 ccm Blue Core-Motor. Er ist eines der Schlüsselelemente, die den XMAX 300 zum meistverkauften Sportroller Europas machen. Nähere Informationen zu diesem von Yamaha als Prototyp bezeichneten Roller sind noch nicht verfügbar. Lediglich ein Video zum Roller hat Yamaha veröffentlicht.


Fern-Schnell-Gut, die Niken GT (alle Bilder von Yamaha)

Ebenfalls auf dem Programm steht neben der Niken jetzt die Niken GT. Sie ist mit höherer Tourenscheibe, Seitenkoffern, Hauptständer, Heizgriffen und einer komfortableren Sitzbank ausgestattet. Alle Yamahas mit Dreirad dürften mit einem hohen Komfort der Vorderräder auch bei schlechten Straßen überzeugen. Gerade in diesem Bereich zeigt Yamaha den Konkurrenten Piaggio und Peugeot was mit der Dreiradtechnik alles möglich ist.
Rainer Eikel

Samstag, 7. Juli 2018

Yamaha Niken: ein geiles Motorrad - heute gefahren

Yamaha Niken: Damit kratzt man jede Kurve
Punkt zehn Uhr ging es los, zur Probefahrt der Yamaha Niken am Nürburgring. In einer kleinen Gruppe mit acht neuen Niken waren wir die ersten Privatfahrer, die das neue sportliche Dreirad-Motorrad von Yamaha testen durften. Die Yamaha Niken Demo Tour beginnt dieses Wochende am Nürburgring und wird in den nächsten Wochen durch Deutschland touren. Hier mein Erfahrungsbericht, als Rollerfahrer.

Kurz vor zehn schob ich mein Gilera Fuoco Dreirad zwischen einige BMWs, Yamahas und andere Mopeds. Die ersten Testfahrer warteten schon, gemischtes Alter, unterschiedlichste Mopeds und alle voller Erwartung auf das Kurvenwunder. Nach einer kurzen Einführung ging es auf die Maschinen, vorweg ein Tourguide, der uns über etwa 50 Kilometer durch typische kurvige Eifelstraßen mit unterschiedlichster Fahrbahnqualität führen sollte.

Das Aufsitzen war unproblematisch, die 260 Kilo schwere Maschine ist nicht zu hoch, sie steht auf dem Seitenständer, denn eine Arretierung der Vorderräder gibt es nicht. Es wäre sicher technisch machbar gewesen, aber Yamaha will es sportlich, nicht zuletzt um sich von Dreiradrollern abzusetzen. Die Sitzpositition ist relativ aufrecht, der breite Lenker tut ein Übriges.
Vertrauenswürdig - sofort

Die ersten Fahreindrücke: Die Niken erweckt sofort Vertrauen, das steigert sich spätestens nach der ersten Kurve. Hervorragendes agiles Handling, gefühlt fährt sie sich wie ein Zweirad, doch die zwei Räder vorne vermitteln ein ungeahntes Sicherheitsgefühl und erlauben Kurvengeschwindigkeiten die normalen Motorradfahrern schon den Angstschweiß auf die Stirn bringen würden. Nachdem wir die Autokolonnen am Nürburgring hinter uns gelassen haben, steigert der Guide die Geschwindigkeit - ab geht die Post. Bei mir als Dreiradroller-Fahrer stellt sich ein sehr sicheres und zufriedenes Gefühl ein. Selbst bei Schlaglöchern und schlechten kleinen Straßen habe ich nie ein unsicheres Gefühl. Souverän bügelt das Fahrwerk alles weg und verliert nicht an Agilität.

Warten auf die Probefahrer

Was mir zu schaffen macht sind zwei Dinge: Die ungewohnte manuelle Schaltung, dummerweise habe ich darauf verzichtet das Hochschalten ohne Kupplung zu probieren, meine Erfahrungen liegen damit viele Jahre zurück. Nach einer Stunde spürte ich die Kupplungshand - da fehlte das Training. Trotzdem, die Gänge schalten sich flott und präzise, Leerlauf erreicht man ebenso genau, ohne lange Fummelei.

Die Leistungskraft der Maschine verlangte mir hohen Respekt ab. Mit 115 PS beschleunigt die Yamaha im Gegensatz zu meinem Roller geradezu brachial. Autos auf den Eifelsträßchen erwecken den Eindruck, als würden sie stehen. Sportlichkeit und narrensicheres Handling verführen zu flotter Fahrweise, die eher vom Kopf als von der Leistungsfähigkeit der Maschine ausgebremst wird. Bei etwa 45 Grad Neigung setzen die Fussrasten auf - theoretisch, denn das wollte und konnte ich bei der einstündigen Tour nun doch nicht probieren. Ein GS-Fahrer hinter mir hatte alle Mühe mitzuhalten, obwohl ich die Möglichkeiten bei weitem nicht ausgereizt hatte. Den Fahrtwind bekommt man deutlich zu spüren, die kleine Scheibe der Niken bringt wenig, das zeigte ein kurzer Test mit 150 km/h, mehr war nicht drin auf den Eifelstraßen.

Die Motorradfahrer, die uns entgegen kamen, waren wohl auch etwas verwirrt. Gegrüßt hat keiner. Man wird sich an den Anblick sicher noch gewöhnen müssen.

Von hinten ungewohnter Anblick

Der Dreizylindermotor ist sehr elastisch, verlangt aber zum flotten Beschleunigen hohe Drehzahlen, bei 10.000 Umdrehungen pro Minute bringt der Motor seine volle Leistung. Als Tourenfahrer hätte ich es gerne etwas gemütlicher und niedrigtouriger. Doch die Niken ist eher etwas für die sportliche Fraktion, die sicherlich mit diesem Fahrwerk absolut vom Dreirad überzeugt werden kann.


Mein Fazit: Ein geiles Motorrad, sportlich, für mich zu sportlich. Die Sitzposition gefällt, die Sitzbank empfand ich als etwas zu hart. Fahrleistungen und Fahrwerk sind gegenüber anderen Maschinen überlegen und souverän.

Mein Wunsch: Einen entsprechenden Tourer mit anderem Motor, dazu ein Doppelkupplungsgetriebe, wie es Honda anbietet. Oder wenn es ein Roller sein soll: eine leistungsstärkere T-Max mit dem Super-Fahrwerk der Niken.

Für diejenigen, die gerne sportlich unterwegs sind: Auf jeden Fall kaufen und zwar sofort! Bevor man von einer anderen Niken in der Kurve verblasen wird.

Rainer Eikel


Freitag, 11. Mai 2018

Yamaha-Video stellt elektronische Assistenzsysteme der NIKEN vor - Vorbestellungen ab 17. Mai


Da es sich bei der NIKEN um ein exklusives dreirädriges Motorrad handelt, das auf großes Interesse gestoßen ist, startet Yamaha am 17. Mai 2018 um 10.00 Uhr CEST ein Online-Bestell- und Reservierungssystem unter http://niken.yamaha-motor.eu.

Alle Kunden, die sich für eine NIKEN interessieren, können sich über dieses System registrieren lassen. Die Bearbeitung der eingegangen Bestellungen erfolgt anschließend nach dem First-Come-/First-Served-Prinzip.

Yamaha veröffentlichte jetzt das dritte technische Video zur NIKEN am 19. April 2018. Nachdem im letzten Video die vielfältigen Vorteile des einzigartigen LMW-Konzepts (Leaning Multi Wheel, mehrrädriges Neigesystem) erläutert wurden, konzentriert sich das neueste Video auf die vielen wichtigen elektronischen Assistenzsysteme der NIKEN und welchen Beitrag diese zu Kurvenfahrten auf einem völlig neuen Niveau leisten.

Herzstück dieses revolutionären Motorrads ist der renommierte 847 ccm CP3-Motor, der bei der NIKEN eine Reihe von technischen Besonderheiten und Einstellungen aufweist. Ein wichtiges Merkmal dieses drehmomentstarken Crossplane-Motors ist die elektronische Drosselklappensteuerung (Yamaha Chip Controlled Throttle - YCC-T), die für einen präzisen Leistungseinsatz und linearen Drehmomentverlauf sorgt. Darüber hinaus ermöglicht das YCC-T auch die Nutzung einer Reihe elektronischer Fahrerhilfen, die das sportliche Fahrerlebnis steigern und zu mehr Kontrolle und Vertrauen beitragen.

Um ein gutmütiges Fahrwerksverhalten beim Herunterschalten zu gewährleisten, verfügt die NIKEN über eine Anti-Hopping-Kupplung (A&S, Assist & Slipper). Das Quick Shift System (QSS) ermöglicht ein kupplungsfreies Hochschalten und das Durchdrehen des Hinterrads vermeidet die Traktionskontrolle (TCS). Sie arbeitet mit zwei Interventionsmodi und lässt sich auch komplett ausschalten.

Darüber hinaus bietet der elektronische D-Mode drei verschiedene Fahrmodi, zwischen denen je nach Fahrerpräferenz und Fahrsituation problemlos umgeschaltet werden kann. Und der Tempomat sorgt ab dem 4. Gang und Geschwindigkeiten über 50 km/h für entspanntes Fahren bei längeren Touren und auf Autobahnen.

Ausgestattet mit kompakten LCD-Instrumenten und doppelten LED-Scheinwerfern, die das markante und revolutionäre Design der NIKEN unterstreichen, ermöglichen Ihnen die ausgeklügelten technischen Finessen und elektronischen Assistenzsysteme dieses Motorrads, die Vorteile des einzigartigen LMW-Systems optimal zu nutzen. Kaum ein anderes Motorrad bietet ein derart hohes Maß an Kontrolle und Vertrauen gepaart mit hoher Kurvendynamik auf einem völlig neuen Niveau.

Da es sich bei der NIKEN um ein exklusives dreirädriges Motorrad handelt, das auf großes Interesse gestoßen ist, wird Yamaha am 17. Mai 2018 um 10.00 Uhr CEST ein Online-Bestell- und Reservierungssystem unter http://niken.yamaha-motor.eu starten.

Alle Kunden, die sich für eine NIKEN interessieren, können sich über dieses System registrieren lassen. Die Bearbeitung der eingegangen Bestellungen erfolgt anschließend nach dem First-Come-/First-Served-Prinzip.

Freitag, 27. Oktober 2017

Neu Yamaha NIKEN. Die Revolution des Fahrens

Dieses Leaning Multi-Wheeler (LMW) genannte Dreirad mit großem Hubraum wird von einem flüssigkeitsgekühlten Reihenmotor mit 115 PS angetrieben. Es arbeitet mit Neigetechnik und vermittelt ein Stabilitätsgefühl bei Kurvenfahrten. Seine hervorragende Leistung gestattet dem NIKEN-Fahrer ein temperamentvolles, sportliches Fahren auch auf unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen und das Durcheilen kurvenreicher Straßen mit hoher Dynamik. Die vordere Partie wird durch die beiden Vorderräder mit ihrer einzigartigen Federungsmechanik bestimmt. Die 15-Zoll-Vorderräder haben einstellbare, doppelte Upside-down-Gabeln, die den sportlichen Anspruch des Fahrzeugs auch optisch unterstreichen und gleichzeitig ein hochwertiges Erscheinungsbild schaffen. Die neue Yamaha NIKEN. Die Revolution des Fahrens.


Hubraum:847 cm
Leistung: 115 PS
Länge x Breite x Höhe = 2.150 mm x 885 mm x 1.250 mm
Motorbauart = Flüssigkeitsgekühlt, 4-Takt, DOHC, 4-Ventiler
Zylinderanordnung = 3-Zylinder, Reihe
Kraftstoffversorgung = Benzineinspritzung

Hier der erste Test vom Juli 2018: https://scooterclub-bonn.blogspot.com/2018/07/yamaha-niken-ein-geiles-motorrad-heute.html

Dienstag, 15. August 2017

Deutschland zweitgrößter Zweirradmarkt Europas

Deutschland hat sich mit Motorrad- und Roller-Neuzulassungen an Frankreich vorbei auf dem zweiten Platz hinter Italien positioniert, so heisst es in einer Pressemitteilung vom Industrieverband Motorrad (IVM)

Der gesamte europäische Markt habe durch das starke Interesse an Motorrädern und Rollern profitiert – auch beflügelt durch die zum Jahresende auslaufende Euro-3 Serie, die von der strengeren Euro-4 Richtlinie zum 1. Januar 2017 ersetzt wurde.

Die vom europäischen Verband ACEM (Association des Constructeurs Européens de Motocycles) herausgegeben Marktdaten dokumentieren ein erhebliches Zulassungsplus zum Jahresende 2016. Insgesamt wurden 2016 mehr als eine Million Motorräder und Roller über 50 cm³ in den europäischen Ländern zugelassen – starke 13,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt wurden über 1,3 Millionen Zwei- und Dreiräder neu registriert – ein Anstieg des Gesamtmarkts um 9,1 Prozent.

Italien als Nummer 1 im europäischen Neuzulassungs-Ranking konnte 195.290 neue Fahrzeuge und damit einen Zuwachs von 13,5 Prozent registrieren, gefolgt von der Bundesrepublik Deutschland mit 172.846 Zulassungen, entspricht 14,81 Prozent Marktzuwachs. Frankreich kam auf 163.335 Neuzulassungen und ein Plus von 6,6 Prozent, Spanien auf 155.003 neu registrierte Bikes und einen klaren Aufschwung von 17,0 Prozent und mit 13,4 Prozent Zuwachs registrierte Großbritannien im Vor-Brexit Jahr 119.889 neue Motorräder und Roller.
Quelle: IVM

Bei den Neuzulassungen von Rollern dominiert der Piaggio Konzern deutlich. Honda liegt mit seinem SH 300 auf dem dritten Platz. Interessant ist auch das zwei Dreiradmodelle unter den Top Ten sind: Die Piaggio MP3 und auf Platz 7 die Peugeot Metropolis.

Dienstag, 1. August 2017

Yamaha X-Max bekommt Traktionskontrolle

Yamaha X-Max 400. Foto: Auto-Medienportal.Net/Yamaha
Vier Jahre nach Markteinführung gönnt Yamaha dem X-Max 400 zum November eine umfassende Modellüberarbeitung, um ihn noch sicherer und komfortabler zu machen. Dazu gehören unter anderem die Einführung einer Traktionskontrolle, LED-Doppelscheinwerfer, neu gestaltete Aluminiumräder und eine neue Doppelsitzbank mit unabhängiger Stütze für den Fahrer. Das Staufach unter der Sitzbank wurde vergrößert und soll nun zwei Integralhelme aufnehmen können. Auch das Cockpit mit den zwei analogen Anzeigen ist umgestaltet worden.

Weitere Merkmale des X-Max 400 sind das schlüssellose Startsystem, ein in zwei Positionen einstellbarer Lenker und eine neue motorradtypische Telegabel. Zudem wurde der Roller im Rahmen der Überarbeitung fünf Kilogramm leichter. Der Preis beträgt 6695 Euro. (ampnet/jri)

Montag, 10. Juli 2017

Wird die Piaggio X10 eingestellt?

Von Thesupermat - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17736844
Nach unbestätigten Informationen wird Piaggio die X10 zum Ende des Jahres einstellen. Auf der Internetseite von Piaggio ist sie bereits nicht mehr aufgeführt. Der "Sofaroller" X10 ist erst seit 2012 auf dem Markt und wurde mit dem neuen 350 ccm Motor und mit 500 Kubikzentimetern angeboten. Grund könnte die neue Euro 4 Norm sein, obwohl die Motoren ja auch bei der Beverly und der MP3 im Einsatz sind.

Wie die Modellpolitik von Piaggio künftig aussieht ist offen. Ausser dem Runner, hat Gilera, das auch zum Piaggio-Konzern gehört, bereits keine Roller mehr im Programm. Nun trifft es den einzigen Großroller, den Piaggio noch im Angebot hat. Man darf gespannt sein, wie es mit der Modellpolitik von Piaggio weitergeht.

Dienstag, 4. Juli 2017

Erster Fahreindruck Kymco AK 550: Verspielter Tourer

Sportlicher Tourer Kymco AK550
Nun gut, 30 Minuten mit der neuen Kymco AK 550 reichen sicher nicht für einen ausführlichen Test oder Erfahrungsbericht, aber schon für einen ersten Eindruck. Die Probefahrt bei dem Siegburger Kymco Händler Thermer begann mit einer Kaffee-Pause, aus unerfindlichen Gründen war die Batterie leer und musste geladen werden. Dann konnte es losgehen. Technische Daten und vieles mehr spare ich mir hier, darüber hatten wir bereits ausführlich im Blog berichtet.

Mit meiner Körpergröße von 1,83 Metern erschien mir die Maschine auf dem Hauptständer recht hoch, also absteigen, um sie herunter zu wuchten. Doch das war nicht nötig, ein kleiner Schubs mit den Zehenspitzen und schon war die Maschine vom Ständer. Klasse Kymco!

Etwas Gas gegeben und schon hoppelte ich los, die spontane Gasannahme war ich von meiner Gilera Fuoco nicht gewöhnt. Es brauchte schon einige Kilometer um mich an das spontane, gar nicht rollentypische Ansprechverhalten zu gewöhnen.

Der von vielen Rollern bekannte "Gummibandeffekt" beim Beschleunigen, ist der Kymco AK 550 fremd. Sie geht sprichwörtlich ab "wie Schmidts Katze". Die Maschine hatte gerade mal 65 Kilometer gefahren, der Motor klang erst noch etwas ungewohnt angestrengt, doch nach wenigen Kilometern bekam er einen sonoren, fast BMW-typischen Sound. Gut gemacht Kymco!

Die Sitzposition kam mir zunächst etwas hart und umkomfortabel vor, doch auch das relativierte sich nach einigen Kilometern. Die Sitzhaltung ist entspannt, wenn man will kann man die Füße choppertypisch nach vorne strecken. Das ist bei längeren Touren sicher angenehm. Trotzdem konnte ich mich auf der Kymco nicht so bequem herumlümmeln, wie bei meiner Probefahrt mit der Piaggio X10. Der Wind pfiff auf der Autobahn heftig: Sowohl am Oberkörper, trotz der Scheibe, als auch an den Unterschenkeln war der Fahrtwind deutlich zu spüren. Offenbar ist die Verkleidung doch etwas zu schmal geraten. Ein Lob gilt den Rückspiegeln, weit vorne angebracht erlauben sie einen unbeeinträchtigten Blick nach hinten. Verstellen während der Fahrt ist jedoch schwierig, da muss man die Arme schon sehr lang machen.

Das Fahrverhalten ist sowohl auf der Autobahn als auch auf der Landstraße erste Sahne. Präzise und unangestrengt lässt sich der Kurs halten, nie hat man das Gefühl untermotorisiert zu sein, die 53 PS reichen für die knapp 230 Kilogramm schwere Maschine völlig aus und erlauben auf der Autobahn Spitzengeschwindigkeiten von weit über 160 km/h. Sehr gut Kymco!

Probefahrt hat Spass gemacht
Insgesamt, ein tolles Paket hat Kymco mit der AK 550 geschnürt. Vieles, was bei anderen preiswerteren Fahrzeugen nachgerüstet werden muss, wie etwa die Griffheizung ist serienmäßig an Bord. Der Stauraum unter der Sitzbank ist für einen Integralhelm und etwas Kleinkram ausreichend groß. Ein Topcase ist "in Vorbereitung", wie es im Prospekt heisst.

Blendwerk mit Informationsoverkill
Ein Kapitel für sich sind die Armaturen. Da wird alles mögliche brauchbare und unbrauchbare angezeigt. Der Reifendruck, mag ja noch ok sein, aber vieles bleibt eher unklar. Steht die Sonne im Rücken, ist von den drei Digitalinstumenten kaum noch was zu sehen. Leuchtet ein gelbes Band im Drehzahlmesser auf, ist der sogenannte Rain-Modus eingeschaltet. Von den fünf PS weniger merkt man kaum etwas. Warum nur hat Kymco statt dieser Spielerei der Maschine nicht ein ordentliches Anti-Schlupf-System spendiert? Stattdessen gibt es noch eine nette Handyapp, die es erlaubt, das mittlere Digitalinstrument mit einigen netten Spielereien zu verändern - ein Navi, das dort sicherlich gut seinen Platz hätte ist leider noch nicht dabei. Insgesamt hat die Kymco viel Sinnvolles an Bord, aber leider auch viel überflüssige Spielereien.

Nach einer halben Stunde Fahrt rolle ich wieder beim Händler ein. "Wie war es?" werde ich gefragt. Meine Antwort: "Kilometer für Kilometer bekam ich mehr Spass an dem Roller."

Hier noch ein paar weitere Tests der Kymco in der Presse:
http://www.faz.net/aktuell/technik-motor/auto-verkehr/fahrbericht-kymco-ak-550i-der-scooter-zum-smartphone-15056905.html

https://www.welt.de/motor/news/article165503646/Fahrbericht-Kymco-AK-550i.html

Rainer Eikel


Donnerstag, 13. April 2017

Kymco bringt neuen 300er-Roller

der neue X-Town
Mit dem X-Town bringt Kymco einen komplett neuen 300er-Maxi-Scooter mit 14-Zoll-Vorder- und 13-Zoll-Hinterrad nach Deutschland. Der flüssigkeitsgekühlte Einzylinder mit 276 Kubikzentimetern Hubraum leistet 18 kW / 24,5 PS und 25 Newtonmeter Drehmoment. Für Fahrkomfort sollen ein hohes Windschild und fünffach verstellbare hintere Federbeine sorgen. An Bord sind auch zwei Handschuhfächer, eines davon mit USB-Anschluss, und ein Staufach unter der Sitzbank, das laut Hersteller zwei Helme aufnimmt. Damit antwortet Kymco auf die neue X-max von Yamaha, die mit ähnlichen Daten aufwartet.


Weitere Merkmale des Kymco X-Town 300i ABS sind unter anderem die in X-Form gestaltete LED-Heckleuchte, ein Multifunktionsdisplay mit Angaben zur Außentemperatur und Batteriespannung, Alufelgen und Doppelscheinwerfer. Der Tank fasst 13 Liter.Der X-Town 300i ist in den Farben Blau Matt und Weiß Matt ab 4299 Euro erhältlich. Für 300 Euro weniger gibt es auch die Leichkraftrollerversion X-Town 125i ABS mit 9,5 kW/ 13 PS. (ampnet/jri)

Donnerstag, 2. März 2017

Erster Test der neuen Honda X-ADV im Internet

Bild: Honda

Ein nochmals verbessertes Doppelkupplungsgetriebe, sehr hochwertige Verarbeitung, überragend stabiles Fahrverhalten und keyless go - all das macht den neuen 750er Roller aus Hondas NC-Reihe aus. Die österreichische Zweiradseite 1000 PS hat ihn jetzt erstmals getestet. Ein kleiner Wermutstropfen: die Sitzhöhe von 82cm. Selbst mit 1,80 Meter Körpergröße könne man, so heisst es im Test, kaum richtig stehen. Den ganzen Test mit vielen Bildern gibt es jetzt hier:

http://www.1000ps.de/testbericht-3003036-honda-x-adv-2017-test

Mittwoch, 1. März 2017

Kommt Zündapp wieder?

Auszug aus dem Vorabkatalog
Zum hundertsten Geburtstag der Marke Zündapp ist eine Webseite im deutschen Internet aufgetaucht,  die wieder Zündapp-Zweiräder für das Jahr 2017 ankündigt. Das Impressum weist auf eine Bimaco Bicycle Marketing Concepts GmbH im mecklenburgischen Gadebusch hin, Vertriebspartner ist die Kracher AG, die auch Fahrzeuge von Benelli, Keeway, AsiaWing und Scomadi vertreibt.

Als Zündapp Motorräder werden 125er mit 15 PS angeboten, entweder als stylische Scrambler, Supermoto, Adventure oder als Classic Chopper. Auch der legendäre Zündapp Bella Roller lebt als 125er und als 50er wieder auf. Die Fahrzeuge - vermutlich aus asiatischer Produktion - sollen dieses Jahr den deutschen Markt erreichen. Man darf gespannt sein.

Mehr dazu unter: https://www.zuendapp-motorcycle.com

Freitag, 10. Februar 2017

Peugeot Metropolis überarbeitet

Bild: Peugeot
Der überarbeitete Peugeot Metropolis ist ab Februar auf dem deutschen Markt verfügbar. Der französische Dreiradroller verfügt jetzt über ABS, Traktionskontrolle, neue 13-Zoll Vorderräder und erfüllt die Euro 4 Norm.

Besonderes Merkmal des erfolgreichen 3-Rad-Motorrollers PEUGEOT Metropolis ist seine technologische Ausstattung, die ihn vom Wettbewerb absetzen soll. Die jetzt vorgestellte Neuauflage der Metropolis erhält einige, grundsätzliche Optimierungen. Selbstverständlich erfüllt der kraftvolle 400ccm-Einzylindermotor nunmehr die Euro4-Abgasnorm, darüber hinaus legten die Entwickler noch mehr Wert auf Komfort, jedoch unter Beibehaltung des charakterstarken Designs.

Ebenso bleibt das im Stammhaus der Marke PEUGEOT Scooters im ostfranzösischen Mandeure produzierte Rollermodell äußerst interessant für Autofahrer, die nicht die notwendige Motorradfahrlizenz haben; denn der PEUGEOT Metropolis kann auch mit dem entsprechenden Pkw-Führerschein bewegt werden. Dieser Umstand ist der speziellen Homologationsmöglichkeit von dem 3-Rad zu verdanken.

Die erfolgreiche Vorgängerversion, die bereits seit 2013 auf dem Markt ist, besticht durch ihre vielen technologischen Innovationen, die natürlich insgesamt vom Nachfolger aufgegriffen werden: u.a. ein schlüsselloses Startsystem über Smart-Key, automatische Reifendrucküberwachung, helles Tagfahrlicht, elektrische Parkbremse und eine intelligente vordere Aufhängung mit einzeln geführten Rädern, die sich bei Kurvenfahrt entsprechend neigen (Dual Tilting Wheels).

Der bekannte "PowerMotion"-Antrieb mit 400ccm-Hubraum, elektronisch geregelter Einspritzung, 27kW-Leistung und reibungsarmer Technologie wurde nochmals überarbeitet, um Vibrationen und Geräuschemissionen zu senken, aber insbesondere um einen Verbrauchsvorteil ohne Performanceeinbußen zu erzielen.

Darüber hinaus ist der neue Metropolis nunmehr mit einer vergrößerten Scheibenbremsanlage (Durchmesser +15%) und einer hochmodernen ABS-Bremsanlage ausgestattet – ein Produkt aus der gemeinsamen Entwicklung mit Continental und Nissin – beides Referenzunternehmen auf dem Markt. Das ABS-System verbessert nochmals das bereits sehr hohe Sicherheitspotential; dieses drückt sich z.B. in einem um 23% verkürzten Bremsweg (Abbremsung aus 50 km/h) im Vergleich zu einem Fahrzeug mit einer Kombibremsanlage aus. Zusätzlich erhält das neue Modell ein elektronisches Traktionskontrollsystem TCS, die ein Durchrutschen der Räder auf entsprechenden Untergründen bei Beschleunigungsvorgängen unterbindet (Traction Control System); das TCS ist am Lenker in 3 Positionen einstellbar: Sport, Urban (= Normalstelllung) und Off (= Aus).

Weitere nützliche Technologien halten bei dem 2017er Modell Einzug; erstmalig rüstet ein 2-/3-Radhersteller seine Fahrzeuge mit einem serienmäßigen System zum automatischen Aufleuchten der Warnblinker bei Notbremsungen aus.

Auch in Bezug auf Komfort konnten wichtige Verbesserungen erzielt werden. Mit einem verstärkten Chassis und einer optimierten Federungsabstimmung besticht der neue PEUGEOT Metropolis durch ein noch einfacheres Kurvenverhalten bei gleichzeitig verbesserter Dämpfung auf schlechten Wegstrecken. Darüber hinaus sorgen die neuen 13-Zoll-Räder an der Vorderachse für Stabilität und verbesserte Manövrierbarkeit; beim Vorgängermodell waren bisher Räder in 12-Zoll-Dimension verbaut.

Bild:  Peugeot
Neben den Sicherheits- und Komfortverbesserungen erhält der neue Metropolis zur Unterstreichung seiner Premium-Ansprüche ein neues Cockpit; dieses ähnelt stark den im Automobil verbauten Anzeigen, mit Chromverzierung und gegenläufigen Anzeigen (Geschwindigkeit - Drehzahl). Der bisher bekannte 12V-Stecker ist nunmehr durch einen modernen USB-Anschluß ersetzt worden, womit elektronische Geräte während der Fahrt mit Strom versorgt werden können. Auch für ausreichend Stauraum wurde gesorgt: der Metropolis verfügt über Platz für einen Integralhelm (im Kofferraum) und einen Jethelm (unter der bequemen Sitzbank).

Beibehalten wurde natürlich auch die elektrische Feststellungsfunktion, die ein Verriegeln des Fahrzeugs per Schalter am Lenker in einer aufrechten Position ermöglicht – dies ist z.B. beim Halt an roten Ampeln sehr komfortabel, da der Fahrer seine Beine nicht auf den Boden stellen muß, um das Fahrzeug zu halten. Beim Losfahren wird die Verriegelung ab einer bestimmten Drehzahl automatisch geöffnet, so dass Kurven in zweirad-ähnlicher Manier gefahren werden können. Ebenso kann das Fahrzeug mit der Feststellungsfunktion einfach und komfortabel ohne Hauptständer geparkt werden.

Zur Einführung des neuen Metropolis präsentiert die französische "Löwen"-Marke eine Sonderserie mit dem Namen "RX-R", die in matt-schwarzer Lackierung mit roten Designmerkmalen auftritt; ebenso verfügt sie über ein Trittbrett mit hochwertigen Aluminiumapplikationen und der dunkelgetönten Windschutzscheibe, die wie bei allen anderen Versionen rasterlos und einfach ohne Werkzeug verstellbar ist. Insgesamt stehen den Kunden drei verschiedene Ausstattungslinien vom Metropolis zur Verfügung: RX-R (rassig/sportlich), RS (sportlich) und Standard.

Erhältliche Farben zur Einführung:

   Blauer Punkt  Standard: Metallic Copper, Shining Titanium und Pearly White - ab 9.499 €
   Blauer Punkt  RS: Satin Technium und Titanium - ab 9.599 €
   Blauer Punkt  RX-R: Matt-Schwarz – ab 9.599 €

Eine große Auswahl an Zubehör- und Personalisierungselementen (Rückenstütze, Topcase, Handyhalter etc.) ergänzt das Angebot für die deutschen Kunden.