Mittwoch, 14. April 2021

Schnee auf der Tour und eine Gartenmauer im Weg

Jochen hatte zu einer kurzen Tour eingeladen, mir war es zu kalt, also blieb ich zu Haus. So blieben nur coronalonform Günter und Jochen für die kleine Westerwaldtour übrig. Jetzt erreichte mich der Bericht von Jochen, den ich hier unkommentiert wiedergebe:

Ein Blick auf die Uhr, es wurde Zeit sich für die Tour parat zu machen,                                                                                                          da hörte ich einen mordsmäßig lauten Knall, draußen auf der Straße krachen.                                                                                                     Ich dachte noch: ein LKW hatte wohl für die Firma unten etwas unsanft abgeladen.                                                                                                              Ich sah hinaus, erblickte nur den bleichen Günter, der wohl betrachtete seinen Rollerschaden…..

Die Gartenziegel-Mauer, die er gewalttätig versuchte geradewegs zu durchfahren,                                                                            stand noch völlig unbeteiligt, ungerührt und Günter raufte sich verzweifelt in den Haaren…                                                                  Der Bordstein war´s, der böse Schlingel, der ihn völlig aus der Richtung brachte….                                                                             und deshalb mit Vollgas, kaum etwas abgeschwächt, in die unschuldige Mauer krachte…

Dann wurde das ganze Ausmaß dieses Crashes eingehend beäugt und resümiert,                                                                           dann wurde noch der Fahrer abgeklopft, entstaubt und außerdem noch aufpoliert….                                                                                         Die völlig nutzlos angebrachten Teile, die da abgebrochen, wurden schnell noch eingesammelt…                                                   ….komm loss uns fahre:…. sprach unser verdatterter Günter: Isch jlaube, dat wird teuer…hat er noch gestammelt…

Dann ging es endlich langsam los, trotz Lädierung startete der Roller erst mal nicht.                                                                    Schalter nach Suche umgelegt und nun zufrieden, … das war wohl die Mauer der Bösewicht.                                                                       Bei herrlichem Sonnenschein und heißen 8°Celsius ging es dann Richtung Bergischem Land….                                                           Vergessen war nun schnell das Küssen unserer ziegelfesten Klagewand… 

Allmählich näherten wir uns im Westerwald dem kleinen Altenkirchen-Städtchen…                                                                            Es wurde immer finsterer, fing immer stärker an zu Schneien ….ehrlich Ihr Jungen und Mädchen….                                                    Nach kurzem Halt in Müschenbach und Klärung des Wie und Wohin unserer Weiterfahrt,                                                            starteten wir in Richtung Hachenburg, weil sich in dieser Richtung die Sonne hat offenbart….

Doch dann wie von Geisterhand waren plötzlich nur noch schwarze Wolken überall                                                                            und das Schneetreiben wurde stärker und stärker, also Richtungswechsel auf jeden Fall.                                                               Dann angehalten, Schneeketten raus und diese fachmännisch wieder verstaut,                                                                                  denn die Ketten hätten die Rollerruine womöglich noch wesentlich mehr versaut.

Dann ging im Eiltempo durchs Schneegestöber bis Hennef auf die Autobahn                                                                                         und siehe da bei der Rhein-Autobahnbrücke lachte uns wieder frech die Sonne an….

Aus Frackigkeit:  E S   W A R   T R O T Z D E M   E I N E   S C H Ö N E   T O U R

Donnerstag, 1. April 2021

Neue Corona-Regeln für Freizeit-Clubs - auch Scooterclub betroffen


Ob einfacher Kegelclub oder Rollerclub ohne formelle Vereinsstruktur, die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes sieht für auch private Gruppen neue Regeln vor. So muß ein verbindliches Hygienekonzept vorgelegt werden, um die Zahl der Infektionen im Privatbereich zu verringern.  Dies soll jetzt auch im Scooterclub Bonn umgesetzt werden. "Ich denke wir werden um einen Selbsttest vor den Ausfahrten nicht mehr herumkommen" sagt Olaf Strauss. 


Zudem brächten die jetzt laufenden Impfungen auch neue Chancen. Bereits geimpfte Clubmitglieder über 80 könnten jetzt in einer eigenen Gruppe ohne weitere Einschränkungen fahren. Olaf hofft aber, dass diese "Geimpftengruppe" im Scooter Club in den nächsten Woche größer werde. Olaf: "Impfneid möchte ich aber nicht in unserem Haufen haben."

Für die Nicht-Geimpften gibt es eine spezielle Betreuung "unter der Woche". Jochen Herber bietet mit einem speziellen Schutzkonzept schon seit einigen Wochen kleine Touren für Nicht-Geimpfte in der Eifel und dem Westerwald an. Jochen: "Abstand halten beim Fahren und beim Stopp ist unbedingt notwendig." Künftig wird man wohl in kurzen Pausen den Helm aufbehalten und das Visier geschlossen lassen müssen, so Jochen leicht schmunzelnd. Da der Lockdown wohl länger dauert, legt Jochen zur Zeit eine Liste mit möglichen Pausenpunkten an, die über geöffnete Toiletten verfügen.

Da voraussichtlich auch der nächste Stammtisch ausfallen wird, plant Olaf ein Treffen mit Rollern im Freien. Dort will er eine Schulung für Selbsttest durchführen. Um keine zusätzlichen Kosten zu verursachen will Olaf dort zunächst mit Mikadostäbchen und mitgebrachter Watte üben. Jochen wird auf diesem Treffen seine erste "WC open Tour" durch die Eifel vorstellen. 

Mikadostäbchen um Selbsttests zu üben Simone Hainz  / pixelio.de 

Überlegt werde auch, so Jochen, die Wohnmobilfahrer im Club zu bitten ihre Fahrzeuge an den Pausenpunkten zur Verfügung zu stellen. Die anschließenden Reinigungs- und Desinfektionskosten sollen durch eine Sonderumlage im Club bestritten werden. Ausdrücklich lobte er die Wohnmobilisten, die in letzter Zeit erhebliche finanzielle Anstrengungen unternommen hätten, um diese mobilen Pausenstationen zu Unterstützung des Scooterclubs bereitzustellen.

Hygienestation des Rollerclubs in der Eifel



Sonntag, 21. März 2021

Stadt, Land, Autobahn: 90.000 Kilometer mit der Gilera Fuoco 500

läuft und läuft und läuft...Bild: Harald Weller

Nach einer Probetour mit der Piaggio MP3 500 war mir klar, ein Dreiradroller ist das Richtige für mich. Die MP3 war mir optisch zu brav, die Gilera Fuoco 500 sollte es sein, und ich fand Ende 2012 ein interessantes Angebot: Das gute Stück Baujahr Ende 2007 mit gerade 3100 Kilometern auf dem Tacho stand wohlbehalten in einer Halle in Ostholstein. Der Besitzer hatte keine Zeit für sein Hobby und bot den Roller für 4500 Euro im Internet an.

Für diese Fuoco war ein Motorradführerschein notwendig, dies schränkte den Kreis der Interessenten stark ein und schaffte Verhandlungsspielraum. Ich machte mich von Berlin per Bahn an die Ostsee auf und erstand das gut gepflegte Stück für knapp unter 4000 Euro. Eine gute Wahl, wie sich nach nunmehr acht Jahren und mehr als 80.000 Kilometern herausstellte, hier meine Erfahrungen:


Sonntag, 28. Februar 2021

Wohnmobilgruppe im Scooterclub


Eine Teil der WOMO-Gruppe beim Frühstückstreff am Rhein

Ja es ist richtig, es gibt mittlerweile eine kleine Wohnmobilgruppe im Scooterclub Bonn. Zumindest als WhatsApp-Gruppe hat Olaf sie jetzt eingerichtet. Wie kam es dazu? Hildegart und Olaf sind seit Sommer letzten Jahres auch Besitzer eines Wohnmobils, ebenso wie ehemalige Mitglieder des Scooterclubs. Neu hinzugekommen sind Brigitta und Peter und jetzt noch Dirk, die sich auch ein Wohnmobil zugelegt haben. Und dann passiert das, was man den Deutschen so nachsagt: Sind es mehr als drei, dann gründen sie einen Verein. Ganz soweit ist es aber noch nicht. Corona hat dem Wohnmobilboom sicherlich Vorschub geleistet. 

Sicher scheint aber zu sein, dass es gemeinsame Treffen der Wohnmobilisten geben wird. Ob dann auch noch die Roller mitgenommen werden, war aber nicht zu erfahren. 

Hier die Fahrzeuge der Offermanns, der Eichners, des Präsidentenpaares, der Kamms und der Schultes (von links nach rechts). Ein Platz ist zumindest auf dem Bild noch frei. Wer wohl der nächste sein wird?



Mittwoch, 3. Februar 2021

SWR-Film: "Über Grenzen" Als Motorrad-Anfängerin mit 64 ins Pamir-Gebirge


Zweiteilige SWR Reise-Doku über eine Rentnerin, die auf dem Moped um die Welt fährt.

Mit 64 Jahren steigt die frisch gebackene Rentnerin Margot Flügel-Anhalt das erste Mal in ihrem Leben auf ein Motorrad und düst los. Einen Motorradführerschein besitzt sie nicht, doch ihr „alter grauer Lappen“ erlaubt noch das Fahren mit Zweirädern bis 125 Kubikzentimetern. Das muss nun reichen. Die zweiteilige Reportage „Über Grenzen – Mit Vollgas in den Ruhestand“ zeigt das SWR Fernsehen jetzt in Youtube:

Teil 1: https://www.youtube.com/watch?v=sNMCZu7eCuY&t=72s

Teil 2: https://youtu.be/zIm0UXrScTU

Mit der Reiseenduro über Ländergrenzen hinweg

In ihrem kleinen Dorf startet die gebürtige Tuttlingerin ihre große Tour mit einer kleinen Reiseenduro, auf der sie an 117 Tagen unglaubliche 18.046 Kilometer durch Osteuropa und Zentralasien „schrubbt“.  Margot Flügel-Anhalt überquert dabei nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen fremder Sprachen und Kulturen – und immer wieder auch ihre eigenen: allein als ältere Frau unterwegs auf einem Motorrad, vorbei an atemberaubend schönen, rauen Landschaften, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch Tadschikistan und den Iran.

Andere Länder, andere Sitten

Höhepunkte auf Margots langer Reise sind der Pamir Highway, die zweithöchste Fernstraße der Welt mit seinen einzigartigen Berglandschaften, und die Begegnungen mit den Menschen im Iran, wo zwar keine Helm-, doch dafür Kopftuchpflicht herrscht und Frauen eigentlich gar kein Motorrad fahren dürfen. Aber auch technische Probleme, Stürze auf schlechten Straßen und ein tödliches Attentat auf andere Reisende am Hindukusch gehören zu den prägenden Erlebnissen ihrer Tour.

Einblicke in unbekannte Regionen

Eine Reise-Dokumentation, die mit außergewöhnlichen Landschaftsaufnahmen von unbekannten Regionen Europas und entlegenen Winkeln Asiens, aber vor allem durch das ehrliche Erleben der Reisenden selbst berührt.

Programmtipp am SWR Doku-Mittwoch:

„Über Grenzen – Mit Vollgas in den Ruhestand“ am 3. Februar 2021, 20:15 und 21 Uhr, zweiteilige Reportage im SWR Fernsehen. Danach ist der Film für zwölf Monate in der ARD Mediathek abrufbar unter ARDmediathek.de

Außerdem auf dem SWR Doku-Kanal bei Youtube unter youtube.com/SWR-doku

Sonntag, 6. Dezember 2020

Günters gereimter Jahresrückblick vom Coronajahr 2020


Es war ein Jahr mit vielen Einschränkungen. Kaum kam der Frühling, da kam auch Corona. Viele Veranstaltungen mussten ausfallen. Trotzdem blieb genug übrig für Günters traditionellen Jahresrückblick,  den wir hier versehen mit einigen Links einstellen. Denn heute wäre eigentlich das traditionelle Weihnachtsessen des Bonner Scooterclubs gewesen. Hier ist er:

Viel passiert Anfang des Jahres noch nicht, zum Glück,

so müssen wir noch mal ins Jahr 2019 zurück.

"Klein Petersberg"  liegt direkt am Rhein,

und da wir schon mal dort waren, fand es Olaf auch fein.

Das Weihnachtsessen, so war es vieler Wunsch,

fand diesmal statt, wieder als Brunch.

Diesmal war die Veranstaltung nicht optimal,

das lag aber nicht an Olaf, sondern am Lokal.

Der Brunch und das Essen, war eigentlich ganz toll,

aber das Lokal war einfach viel zu voll.

Man konnte sein eigenes Wort kaum verstehen

und zum Buffet musste man auch noch in der Schlange gehen.

Olaf seine Ansprache ging im Lärm komplett unter, Pech!

2020 soll es in die Waldau gehen, wir hoffen, das ist allen recht.

Freitag, 4. Dezember 2020

Neue Strecken Eifel, Mosel, Hunsrück beim Kurvenkönig


Auf der Webseite Kurvenkönig gibt es jetzt neue Tourenvorschläge direkt im Bonner Raum. Touren in der Eifel, an der Mosel und im Hunsrück werden hier vorgestellt und sind auf Kurviger.de zum Upload da. So geht es zum Beispiel zur Lavabombe bei Strohn: "Knackige 228 Eifelkilometer warten auf den Tourenfahrer, wenn er diese Route durch die Vulkaneifel unter die Motorradreifen nimmt. Und sie ist gespickt mit Highlights, die durch die ehemalige Vulkantätigkeit verursacht sind. Dazu zählt die Lavabombe in Strohn, die mit rund 5 Metern Durchmesser und mehr als 120 Tonnen Gewicht gewaltig beeindruckt. Und es sind die Maare, wie z.B. das Pulvermaar bei Gillenfeld, die den Stopp lohnen."

Die Webseite Kurvenkönig bietet "über 300 Motorradtouren mit Tourenkarten und GPS-Daten zum kostenlosen Download, mit allen Tipps & Informationen für Motorradfahrer, für einen gelungenen Motorradurlaub oder ein schönes Bikerwochenende."

www.kurvenkoenig.de