Freitag, 24. Januar 2020

Motorrad-Studie: Easy Rider sind über 50

Motorrad fahrende Omas im Hühnerstall sind eine Minderheit. Am häufigsten sitzt im Sattel eines Motorrads ein Mann zwischen 50 und 60 Jahren, wie eine Auswertung der Versicherungsabschlüsse bei Verivox zeigt. Ihre Fahrzeuge haben auch die meisten PS. Bei den Bundesländern liegt Bayern klar vorn.

Motorräder bleiben Männersache. 9 von 10 werden von Männern gefahren. Am größten ist der Frauenanteil in der Gruppe der Kunden bis 29 Jahren, wo er bei 14 Prozent liegt.

Nach Altersgruppen aufgeschlüsselt liegen die 50- bis 59-Jährigen deutlich vorn. Sie besitzen 40 Prozent aller Motorräder. Ihr Anteil an der erwachsenen Gesamtbevölkerung liegt dagegen nur bei 19 Prozent. Sie sind damit um 108 Prozent überrepräsentiert. Am stärksten unterrepräsentiert sind die Fahrer ab 70 – mit einem Anteil von unter 2 Prozent an den Motorradfahrern.

Am häufigsten fahren die Bayern Motorrad. Von 4,4 Millionen Krafträdern in Deutschland – Leichtkrafträder eingeschlossen – sind über 900.000 im Freistaat zugelassen. Das zeigen die Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes für 2019. Besonders gering ist der Anteil der Motorradfahrer in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen.

Motorräder haben im Durchschnitt 103 PS. Den höchsten Wert erreichen wieder die 50- bis 59-Jährigen mit 106 PS. Sie planen mit rund 6.100 Kilometern pro Jahr auch die weitesten Fahrten, während der Durchschnitt aller Fahrer bei rund 5.800 Kilometern liegt. Am geringsten motorisiert sind die Motorräder der über 70-Jährigen mit 82 PS.

In die Auswertung flossen die in den letzten 24 Monaten bei Verivox abgeschlossenen Motorradversicherungen ein. Leichtkrafträder wurden nicht ausgewertet.


Samstag, 4. Januar 2020

Wintersport: Zweirad-Reisedokumentationen schauen


Der Winter erlaubt Zweiradtouren nur für Hartgesottene, die Tage sind kurz, wer trotzdem was Spannendes erleben will, kann am heimischen Bildschirm eine Menge sehenswerter Motorrad-Reisedokumentationen in ferne Länder sehen. Entweder in den Mediatheken der Fernsehanstalten, bei Amazon Prime, Netflix, YouTube und natürlich auch im Kino. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit habe ich hier mal einige Tipps dazu gesammelt, die laufend ergänzt werden sollen.

Der Klassiker
Long Way Round ist ein absoluter Klassiker. Die beiden Schauspieler Evan McGregor und Charley Boormann entschließen sich einmal um die Welt zu fahren.

Von London geht es Richtung Osten, dann nach Alaska bis New York. Der Film ist auf englisch, mit deutschen Untertiteln und ist ein absoluter Klassiker. Die Reise lebt von den Erlebnissen der beiden Protagonisten und schaut sich fast an wie ein eigenes Urlaubsvideo. Mit ihren Motorrädern kämpfen sie sich bis zur völligen Erschöpfung durch die Wüste in der Mongolei und die Schlammpisten Sibiriens.

Der Film zur Zeit auf DVD erhältlich und auf Dailymotion zu sehen: https://www.dailymotion.com/video/x2o7awl



Ein langer Weg.
Klaus Motorradreisen in die Mongolei sind authentisch und erlauben lange Videonächte auf YouTube.  Klaus Hübner aus Österreich hat mehrere Reisen mit dem Motorrad in die mongolische Heimat seiner Frau unternommen.
Über Russland, den Iran und den Pamir Highway ist er mal allein und mal in einer Gruppe Richtung Mongolei unterwegs.

Eine sehr persönliche und absolut sehenswerte Dokumentation seiner Reisen findet sich auf YouTube und auf seiner Homepage: http://www.klausmotorreise.com.



Egal was kommt, diesen Film zeigt der 34jährige Fernsehjournalist Christian Vogel seine abenteuerliche Motorradreise die ihn in die USA, Kanada und nach Russland führt. Auch China, die Mongolei, Pakistan, Indien und der Iran werden von ihm bereist. Ein professionell gemachter Film, der noch bis Anfang 2021 in der ARD-Mediathek zu sehen ist. Bei Amazon Prime gibt es den sehenswerten Film ebenfalls.


Margot Flügel-Anhalt auf ihrer 125er im Pamir-Gebirge
Über Grenzen, mit 64 Jahren setzt sich Margot Flügel-Anhalt zum ersten Mal in ihrem Leben auf ein 125er Motorrad – und fährt auf und davon: Los geht’s in ihrem Dorf in Nordhessen und danach 117 Tage und 18.046 Kilometer lang durch Osteuropa und Zentralasien.
Die Bikerin überquert nicht nur die Grenzen von 18 Ländern, sondern auch die zwischen Menschen fremder Sprache und Kultur – und vor allem ihre eigenen: Allein als ältere Frau unterwegs auf einer kleinen Reiseenduro, vorbei an atemberaubend schönen wie rauen Landschaften, über die Wolga und das Pamir-Gebirge, durch u.a. Polen, Ukraine, Tadschikistan, durch den Iran und die Türkei. Hier die Homepage zum Film und Buch: https://www.über-grenzen.de

Bild: Cambridge Filmworks
Die Fahrt von London nach Peking, Der zweimalige Guinness-Weltrekordhalter und weltberühmte Langstreckenfahrer Kevin Sanders hat einen Traum. Kevin möchte ein Team von normalen Leuten zusammenbringen, sie ausbilden und sie zu der allerersten Motorradexpedition führen, die jemals eine transasiatische Überquerung über den Mount Everest von London nach Peking unternommen hat. Wie die Reise verlaufen ist und welche Schwierigkeiten es zu überwinden gab ist in der sechsteilige Staffel bei Amazon-Prime zu sehen. Die Fahrt von London nach Peking: Kevin Sanders, Adam ...https://www.amazon.de › Die-Fahrt-London-nach-Peking.

Wer noch ein wenig selber stöbern will, bitte hier der YouTube-Link: https://www.youtube.com/results?search_query=Motorrad+reise

Rainer Eikel

Sonntag, 8. Dezember 2019

Weihnachtsfeier 2019: Kleines Programm im Kleinen Petersberg

Weihnachtsfeier im Kleinen Petersberg
Das traditionelle Programm mit der Rede des Präsidenten, Jochens Weihnachtsshow und Günters Jahresrückblick kam dieses Jahr im neuen Weihnachtsbrunch-Lokal zum Kleinen Petersberg in
 Handgemacht
Mehlem nicht richtig zum tragen. Der Grund: Das Lokal war bis auf den letzten Platz voll mit Gästen, und der Bonner Scooterclub hatte keinen eigenen Raum. Zudem war der letzte freie Platz neben den Tischen der Bonner Rollerfreunde mit dem Brunch-Buffet für alle Gäste ausgefüllt. Lediglich Günter konnte mit Mühe und Not seinen Jahresrückblick vorstellen. Jochens Programm fiel aus, da Jochen leider sein Knie verletzt hatte und Olaf musste sich sehr kurz fassen.
Hildegart mit schneidigem Chopper

Das Buffet war gut, darin stimmten alle überein, aber leider war es viel zu laut. Als dann noch laute Musik aus den Lautsprechern kam, wurde die Raucherecke draussen für viele sehr erholsam. In einer Mail kündigte Olaf direkt nach der Feier an, dass ein neues Lokal für nächstes Jahr gesucht wird.

Als Weihnachtsgruss gab es von Hilde und Olaf Plätzchen mit einem wunderschönen selbst hergestellten und selbst bemalten Anhänger. Günter bedankte sich bei Hilde und Olaf für die geleistete Arbeit für den Club mit einem besonderen Mitbringsel. Ein Chopper mit rasiermesserscharfem Vorderrad - der schneidet auch Pizzas.

Und wer Günters Jahresrückblick lesen will, der möge hier klicken.

Samstag, 9. November 2019

Termine 2020: Anrollern, Abrollen und vieles mehr

GG-Berlin  / pixelio.de
Kalender gezückt und schnell notiert:  Hier sind die Termine für das Jahr 2020. Dazwischen gibts natürlich wie immer jede Menge Sonntagstouren.

Mi 29.1 Stammtisch um 19:00 Uhr
Mi 26.2 Stammtisch um 19:00 Uhr
Mi 25.3 Stammtisch um 19:00 Uhr
So 19.4 Anrollern 10:00 Uhr Verteilerkreis
Mi 29.4 Stammtisch um 19:00 Uhr
Mi 27.5 Stammtisch um 19:00 Uhr
11.6 – 14.6.2020 Jahrestour
Mi 24.6 Stammtisch um 19:00 Uhr
Mi 29.7 Stammtisch um 19:00 Uhr
So 23.8 Grillen
Mi 26.8 Stammtisch um 19:00 Uhr
Mi 30.9 Stammtisch um 19:00 Uhr
So 04.10 Abrollern 10:00 Uhr Verteilerkreis
Mi 28.10 Stammtisch um 19:00 Uhr
Mi 25.11 Stammtisch um 19:00 Uhr
So 06.12 Weihnachtsfeier
Mi 30.12 Stammtisch um 19:00 Uhr

Stadt, Land, Autobahn: 75.000 Kilometer mit der Gilera Fuoco 500

läuft und läuft und läuft...Bild: Harald Weller



Nach einer Probetour mit der Piaggio MP3 500 war mir klar, ein Dreiradroller ist das Richtige für mich. Die MP3 war mir optisch zu brav, die Gilera Fuoco 500 sollte es sein, und ich fand ein interessantes Angebot: Das gute Stück Baujahr Ende 2007 mit gerade 3100 Kilometern auf dem Tacho stand wohlbehalten in einer Halle in Ostholstein. Der Besitzer hatte keine Zeit für sein Hobby und bot den Roller für 4500 Euro im Internet an.

Für diese Fuoco war ein Motorradführerschein notwendig, dies schränkte den Kreis der Interessenten stark ein und schaffte Verhandlungsspielraum. Ich machte mich von Berlin per Bahn an die Ostsee auf und erstand das gut gepflegte Stück für knapp unter 4000 Euro. Eine gute Wahl, wie sich nach sieben Jahren und mehr als 75.000 Kilometern herausstellte, hier meine Erfahrungen:

Sonntag, 27. Oktober 2019

Yamaha baut mit Tricity 300 Dreiradsparte aus


Die Tricity 300 will Piaggio das Fürchten lehren. Bild: Yamaha

Yamaha will einer der führenden Hersteller in der 3-Rad-Motorrad-Technologie werden. Mit dem Tricity 300 will das Unternehmen jetzt die städtische Mobilität bereichern. Es handelt sich dabei um ein dreispuriges Premium-Modell, das mit dem Autoführerschein gefahren werden kann und auch durch seinen neuen Look begeistern soll.

Basierend auf den Erkenntnissen aus der Entwicklung und Produktion der Modelle Tricity 125 und NIKEN schufen die Yamaha Designer einen stylischen, modernen und dynamischen 3-Rad-Scooter für das obere Marktsegment. Das Fahrzeug basiert auf dem 3CT-Prototypen, der bei der ersten Präsentation im Jahr 2018 auf großes Interesse stieß. Der Tricity 300 will im Jahr 2020 mit richtungsweisender Technik, einem hervorragenden Preis-/Leistungsverhältnis und der bekannten Yamaha Qualität beeindrucken.

Dieser neue 3-Rad-Scooter für die städtische Mobilität ist mit einem 'BLUE CORE'-Motor sowie der modellspezifischen Leaning Multi Wheel-Neigetechnik ausgestattet. Die sich in Schräglage neigenden Vorderräder des Tricity 300 vermitteln dem Fahrer ein natürliches und dynamisches Fahrgefühl in Kurven. Durch die gute Haftung der beiden Vorderräder ergibt sich eine hohe Stabilität und eine gute Kontrolle, besonders auch auf nassen oder rutschigen Oberflächen. Das Fahrwerk, angelehnt an die Tricity 125 und die Niken wird sicherlich mit seiner überragenden Straßenlage auch bei schlechterer Fahrbahn punkten. Dieses Modell soll auch arretierbar sein, so dass der Seitenständer überflüssig wird.

Mit seinem schlanken Design ist der Tricity 300 das Topmodell im Yamaha Urban Mobility Segment. Die Zielgruppe des Tricity 300 ist klar definiert: Es sind die Berufspendler, die eine innovative, praktische und bedienungsfreundliche Alternative zum Auto suchen. Gerade im innerstädtischen Bereich kann er seine Vorteile klar ausspielen.

Der Tricity 300 wird in den Farben Tech Kamo, Nimbus Grey und Matt Grey lieferbar sein.

Weitere Details über den neuen Tricity 300 werden auf der EICMA in Mailand am 04. November bekannt gegeben. Man darf gespannt sein, ob auch eine Trimax 500, aufbauend auf der T-Max folgen wird.

Motorrad-Korso zum Altenberger Dom

Aufstellung am Altenberger Dom  Bild: Hartwig Schlaberg
Bei sonnigem, warmen Herbstwetter trafen sich am Samstag neun Bonner Rollerfreunde um gemeinsam mit mehr als 5000 Motorradfahrern an der traditionellen Fahrt zum Altenberger Dom teilzunehmen. Gegen 13 Uhr setzte sich der Korso über die Kölner Rheinuferstraße Richtung Altenberger Dom in Bewegung. Hunderte von Helfern säumten den Weg und hielten die Straßen frei.

Abfahrt in Bonn
Dies klappte zumindest an einigen Ampeln in Köln nicht immer. Immer wieder musste dort an roten Ampeln angehalten werden, die Helfer erschienen hilflos. Durchwinken und die Fussgänger stoppen oder anhalten lassen? Dies führte dann doch zu einigen brenzligen Situationen bei denen Fussgänger den Weg kreuzten und einige Motorradfahrer - wie bisher gewohnt - über die roten Ampeln fuhren.
Vor dem Ansturm im Altenberger Dom   Bild: Hartwig Schlaberg
Eine Rollerbesatzung des Scooterclubs hatte wohl nicht mitbekommen, dass es sich um den jährlich stattfindenden Motorradkorso handelte und zog sich dann in Köln etwas irritiert aus der Massenveranstaltung zurück. Die Bonner liessen die Messe ausfallen, jedoch zündete Hildegart eine Kerze für die "Versehrten" des Clubs an, die krankheitsbedingt nicht an der Fahrt teilnehmen konnten.

Nach dem kurzen Aufenthalt am Dom führte Olaf dann die Gruppe zum Bauernhofcafe "Im alten Haus" in Gummeroth. Danach ging es dann durch das Bröltal nach Bonn zurück.