Samstag, 1. April 2017

Mitgliederansturm beim Scooterclub - Schaffen wir das?

Soll es so künftig bei Clubtreffen aussehen? Bild: pixabay
Das 20-jährige Jubiläum des Scooterclubs stellt die Organisatoren vor große Herausforderungen. Nach dem der Westdeutsche Rundfunk einen Beitrag zum Jubiläum plant, befürchtet Clubpräsident Olaf Strauss einen Mitgliederansturm. Strauss: "Wir sind jetzt schon mehr als 25 Aktive, was sollen wir machen, wenn sich zehn, 20 oder 30 Neue melden?" Der Club würde damit organisatorisch an seine Grenzen stoßen. Um den Charakter des Clubs zu bewahren, sei ein Bündel von Maßnahmen vorgesehen. Strauss: "Nur so schaffen wir das." Die von einigen Mitgliedern  geforderte Obergrenze bei Neuaufnahmen lehnt er aus humanitären Gründen ab.

Bei jedem Interessenten werde zunächst die Zuständigkeit und dann die Integrationsfähigkeit geprüft. Wer ein Motorrad fahre werde je nach Motorradtyp auf andere Vereine oder Clubs verwiesen. Strauss: "Für Harley-Fahrer gibt es sicher eine Aufnahmebereitschaft bei dem lokalen Chapter, den Hells Angels oder Bandidos." Wer Vespa fahre solle an den Bonner Vespa Club verwiesen werden. Für die zahlreichen Dreiradfahrer könne über die Gründung einer eigenen Dreiradgruppe nachgedacht werden. Er appellierte in diesem Zusammenhang an die anderen Roller- und Motorradclubs in der Bonner Region ihrer sozialen Verantwortung nachzukommen und interessierte Zwei- und Dreiradfahrer aufzunehmen. Für die dann verbliebenen Interessenten ist ein Stufenplan vorgesehen.

Danach soll zunächst bei allen Neuzugängen die Integrationsbereitschaft geprüft werden. Dieser Test umfasst zunächst eine Prüfung des fahrerischen Könnens. Hier müssen die Anwärter auf Olafs "schwarzer Kurvenstrecke" im Westerwald ihre Fahrtechnik unter Beweis stellen. In einer mündlichen Prüfung müssen sie mindestens zwölf unter Rollenfahrern übliche Handzeichen beherrschen. Wenn die Fahrtechnik passt, sollten sie auf mindestens drei Stammtischen ihre soziale Kompetenz zeigen.

"Nur so schaffen wir das" Olaf Strauss (hinter der First Lady) will Ansturm in geordnete Bahnen lenken.
Erst wenn dies erfolgreich bestanden sei, werde ein zeitlich befristeter Aufenthaltsstatus im Club ausgesprochen. Eine Teilnahme an Jahrestouren, dem An- und Abrollen und dem Grillfest sei damit aber nicht möglich. "Das ist organisatorisch nicht zu bewältigen, Zeltcamps neben dem Hotel wollen wir nicht." so Strauss.

Einige Mitglieder hatten vorgeschlagen integrationswillige Rollerfahrer könnten freiwillig durch soziale Arbeit ihren Status verbessern. Dies könne die Reinigung der Mitgliederfahrzeuge nach Touren oder auch das Erstellen von Clubwimpeln oder T-Shirts umfassen. Offen ist auch noch die Forderung einiger Clubmitglieder aus dem Süden des Bonner Raums nach einer Obergrenze für Neuaufnahmen. Dies werde aber von der überwiegenden Mehrheit der Clubmitglieder aus humanitären Gründen abgelehnt.

Strauss: "Mit unserem Maßnahmenpaket werden wir eine gesteuerte Neuaufnahme erreichen, ohne die Mitglieder zu überfordern. "Mobbing von Interessierten bei Ausfahrten oder Stammtischen lehnen wir ab." In den letzten zwei Jahren sei die Integration zahlreicher Neumitglieder durchaus gelungen.

Die Aufnahme als Vollmitglied solle dann im feierlichen Rahmen jeweils am ersten April des Jahres oder auf der Weihnachtsfeier erfolgen. Nur eine Minderheit habe den 29. Februar als Aufnahmezeitpunkt befürwortet.


Kommentare:

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  2. Ein grosses Lob für diesen Beitrag aus dem bergischen Land. Nicht erwähnt wurden die Fahrer von Fahrzeugen aus dem chinesischen und koreanischen Ländern. Könnte der Beitritt mit einem Bami- oder Nasigoreng Essen erleichtert werden. Ohne Hilfe der Finger nur mit handgeklöppelten Stäbchen?

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